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Am Mittwoch (20.12.2017) waren wir zu Gast in München beim DFB-Pokal Achtelfinale Bayern München vs. Borussia Dortmund

DFB-Pokal, Achtelfinale

Mittwoch, 20.12.2017, 20.45 Uhr

Zuschauer: 75.000 (ausv.)

(2:0) 2:1

Tore: 1:0 Boateng (12.)

2:0 Müller (40.)

2:1 Yarmolenko (77.)

Flutlichtknaller kurz vor Weihnachten.

 

 

Es ging einmal mehr für uns nach München. Auf dem Programm stand das DFB-Pokal Achtelfinale und somit der Jahresabschluss für 2017. Zumindest von offiziellen Pflichtspielen. Verkehrstechnisch lief es dieses Mal semi-gut. Vollsperrung der A9, Umfahrung durch Dessau, dichter Nebel über viele Kilometer und hohes Verkehrsaufkommen in Bayern. Aber wir kamen rechtzeitig an unserer Unterkunft an. Durch den dichten Anfahrtsverkehr gekämpft erreichten wir dann auch das Stadion, gut eine Stunde vor Spielbeginn. Wir waren alle hochmotiviert, dass unsere Bayern das Ding nach Hause bringen. Seit dem Trainerwechsel (den wir mit unserer Glanzleistung in Paris auch ein Stück mit zu verantworten haben) ging es für die Bayern ja ohne Umwege an die Spitze der Tabelle. Lediglich ein Spiel ging für die Truppe um Jupp Heynckes verloren (1:2 in Mönchengladbach) seither. Ganz anderes Bild beim BVB. Nach furiosem Start in die Saison ging es steiler bergab als beim Ski Alpin. Nach dem Trainerwechsel konnten mich sich jedoch rasch stabilisieren und die ersten beiden Spiele gewinnen. Dementsprechend vorsichtig waren die Bayern auch mit Prognosen umgegangen, da man sich das Weihnachtsfest durch eine überhebliche Niederlage nicht versauen wollte.

Tickets hatten wir direkt in der Südkurve. Stehplatz. Vorher noch schnell ein Bier holen und es kann losgehen. Aber denkste, „Heute nur Leichtbier“ prangte es an jedem Kiosk. Leichtbier schmeckt leider gar nicht. Man muss sich ja nicht betrinken, aber Leichtbier versaut einem das schöne Fußballspiel schon ordentlich. Naja wenigstens ist es schön teuer. ;) Dann ging es los und wie es seit neustem so üblich ist, mit einer riesigen Lichtshow, ähnlich dem Heißmachen beim Basketball oder Handball. Quittiert von Pfiffen beider Ultra Gruppierungen. Die Stimmung schwankte dann auch erheblich. Durch den intensiven Start der Bayern, gingen dementsprechend auch deutlich mehr Zuschauer mit und peitschten ihr Team nach vorne. Bayern ging dann auch mehr als verdient früh in Führung. Kopfballtor von Boateng. Danach schalteten die Bayern 1-2 Gänge zurück und sofort wurde es auch in der Arena spürbar ruhiger. Als sich jeder schon mit der Halbzeit abgefunden hat, schlug Thomas Müller in unnachahmlicher Art zu. Kurz vorm Stolpern zauberte er einen Wahnsinns-Lupfer raus und überraschte so auch den herauseilenden Roman Bürki. Halbzeit. Zwei zu Null. In der Pause – Blasmusik live. Die zweite Halbzeit begann Bayern ähnlich furios wie die erste. Allerdings weniger effizient. Danach verflachte das Spiel enorm. Vor allem Bayern wurde immer schwächer, jeder auf dem Platz schien müde. Dortmund nutzte das und wurde stärker, kam zu einigen guten Möglichkeiten. Gekrönt von Yarmolenko in der 77. Minute. Auf einmal ging das Zittern bei allen los. Ein abgefälschter Ball, der nur Zentimeter am Tor vorbei ging löste kollektives Erstarren aus. Glück gehabt, kann man da nur sagen. Am Ende gewinnen die Bayern 2:1 und stehen im Viertelfinale des DFB Pokals. Für Dortmund sicher ein bitterer Jahresabschluss, allerdings kein Beinbruch. Der Fokus liegt klar auf anderen Dingen. Peter Stöger hat eine schwierige Aufgabe vor sich, könnte diese aber durchaus gut ausführen. Wir werden sehen.

 

Zu erwähnen wäre noch, dass der Dortmunder Anhang durchweg gut supportet hat und auch in der Südkurve hörbar war. Das war schon erstaunlich, aber im DFB Pokal gibt’s halt noch um einiges mehr Eventfans als in einem normalen Spiel. Schade eigentlich. Nach dem Spiel gab es dann die traditionelle Weihnachtsfeier des FC Bayern. Es wurden viele, viele Tannen reingetragen und der Medizinerchor stimmte mehrere Weihnachtslieder an. Dazu gab es eine abgestimmte Lichtshow. Die Ultras beider Lager fanden das Ganze nicht wirklich förderlich für den Sport und pfiffen bzw. verließen das Stadion.

In der Hoffnung nach dem Spiel endlich ein ordentliches Bier zu bekommen, wurde wie jedes Mal, der „Paulaner FanTreff“ aufgesucht. Fehlanzeige – auch hier nur Leichtbier. Eine Katastrophe, denn wie vorhin schon beschrieben. Leichtbier schmeckt furchtbar. Danach ging es relativ zügig nach Hause. Ungewohnt, denn normalerweise steht man schon eine ordentliche Zeit an, um das Parkhaus verlassen zu können.

 

Bericht und Fotos von Marco Biedermann