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Am Freitag (01.12.2017) waren wir zu Gast in Halle beim Drittligaspiel Hallescher FC vs. Hansa Rostock

3. Liga, 18. Spieltag

Freitag, 01.12.2017, 19.00 Uhr

Zuschauer: 10.067

(0:0) 0:2

Tore: 0:1 Kleineheismann (55., Eigentor)

0:2 Benyamina (90. +3, Foulelfmeter)

Freitagabend. Flutlicht. Fußball.

 

Was will man eigentlich mehr? Die Vorzeichen standen gut für das Freitagabendspiel HFC vs. FCH. Ein vielversprechendes Ost-Derby in der Dritten Liga. Der HFC wollte nach der Derby Niederlage beim 1.FC Magdeburg natürlich wieder in die Erfolgsspur zurück finden. Zu Gast waren die Jungs von der Ostseeküste, die mit 2 Ligasiegen in Folge im Gepäck anreisten (0:1 in Wiesbaden und 5:3 gegen F. Köln gewonnen).

Nach kurzer Anreise (nur ca. 1,5 Std Fahrt) erreichten wir die Stadt Halle (Saale). Charme und Attraktivität der Stadt lässt sich von uns leider nicht bewerten, da es bei Ankunft bereits dunkel war und wir zielstrebig zum Stadion wollten. Kurze Zwischenstopps im Kaufland und im örtlichen Getränkemarkt sicherten dann auch die Neuzugänge für die heimische Bieretikettensammlung. Bier schmeckt, neue Sorten eingetütet und das Flutlicht schon von weitem sichtbar. Konnte also nur gut werden der Abend.

Hochsicherheitsspiel. Im Vorfeld des Ost-Derbys stieg die Angst vor Ausschreitungen wie immer enorm. Zumindest bei der Polizei. Passiert ist nach unseren Informationen wie so oft gar nichts. Und das ist auch gut so. Strikte Fantrennung wurde angeordnet. Viele Straßen rund um den Erdgas Sportpark waren für die Gästefans abgesperrt. Der gesamte Heimbereich sollte frei von Gästefans gehalten werden. Hat wie immer nicht geklappt. Für uns auch eine wenig sinnvolle Maßnahme. Besonders auf Haupttribünen sollten sich doch vernünftig verhaltende Gästefans sehen lassen dürfen. Soll doch jeder seinen Verein unterstützen dürfen.

Vorm Stadion gab es dann den ersten Bratwursttest. Mit Bravour bestanden. Super Wurst. Super Brötchen. Super Preis (2,50€).

 

Nach einer kurzen, aber gründlichen Kontrolle ging es ins Stadion. Das Stadion an sich ist eine Mischung aus Neu und Alt. Innen alles neu und modern, allerdings auch wenig anders, als all die neuen Stadien. Außen hat man schon versucht einen Retro Charme zu erreichen durch Steintore und Torbögen. Müsste man wahrscheinlich nochmal am Tage sehen das Ganze.

Zum Spiel: Halle gewann die letzten 3 Heimspiele alle zu Null und war dementsprechend euphorisiert ins Spiel gestartet. Hansa agierte wie gewohnt sehr abwartend. Der Plan wäre jedoch fast schief gegangen. Halle mit guten Chancen in der ersten Halbzeit und deutlich spielbestimmend. Mit 0:0 ging es in die Pause.

In der Pause gab es dann den 2. Bratwursttest, dieses Mal im Stadion. Preis ebenfalls 2,50€, Brötchen dieses Mal jedoch nicht so weich und auch die Wurst deutlich unter der Qualität von der draußen verkauften Bratwurst.

Nach der Pause kam Rostock zur durchaus glücklichen Führung. Nach einem Solo auf der Außenbahn flankte Joshua Nadeau den Ball in den Strafraum, wo Stefan Kleineheismann das Leder ins eigene Tor bugsierte. Direkt im Gegenzug hatte Halle eine riesen Möglichkeit zum Ausgleich, jedoch verhinderte eine starke Parade von Hansa Keeper Eisele das Tor. Das Spiel verflachte leider etwas, Hansa verwaltete die Führung clever. Halle kam dennoch ab und an zu Großchancen, die allesamt ungenutzt blieben. Nach Foul an Benyamina bleib die Pfeife von Schiedsrichter Steffen Brütting zur Verwunderung vieler stumm. In der Nachspielzeit gab es dann aber doch den fälligen Strafstoß für Hansa. Nach Foul an Scherff verwandelte Benyamina sicher zum 2:0 Entstand. Hansa setzt die Siegesserie also fort und hält Anschluss an die Aufstiegsplätze, Halle kommt nicht so recht vom Fleck und bleibt 11. in der Tabelle. Verkehrstechnisch lief es nach dem Spiel in Halle nicht wirklich gut. Stau in allen Straßen, sodass es gefühlt ewig dauerte bis man wieder auf der Autobahn Richtung Heimat war.

 

Zu den Fans: Halle präsentierte zu Beginn des Spiels eine große Pyroshow inklusive 2er Spruchbänder mit den Aufschriften „Hallescher Fussballclub“ und „Du bist meine größte Sucht“.  Stimmungstechnisch gaben die Rostocker, im brechend vollen Gästeblock, klar den Ton an. Zur 2. Halbzeit gab es dann die Pyroshow der Rostocker. Blaue und silberne Folienstücke kombiniert mit Bengalos und Rauchfackeln. Das Spiel wurde für ca. 5 Minuten unterbrochen, da der Qualm ein Weiterspielen unmöglich machte. Nach einem gemeinsamen Wechselgesang „Scheiß DFB“ konzentrierte man sich dann doch auf beiden Seiten wieder darauf, dass man sich ja eigentlich nicht mag. Nach dem Spiel feierten die Hansafans noch weit über eine halbe Stunde mit der Mannschaft, dann sich selbst und dann nochmal mit der Mannschaft. Stark vom FC Hansa, dass man extra nochmal aus der Kabine kam um mit den Fans zu singen und zu tanzen. Rings um das Stadion herum gab es immer wieder Böllerexplosionen zu hören. Allerdings auch das von beiden Seiten und in einem ungefährlichen Rahmen. 

Bericht und Fotos von Marco Biedermann